
06/12/2021
Wie mir die Meditation hilft, mit Gelassenheit zu reagieren.
Ich schaue auf den Wecker und es ist 8 Uhr. Ich hatte mir gestern Abend beim Einschlafen vorgenommen, morgen so gegen 8 Uhr aufzuwachen. Also Ziel erreicht! Mit diesem Gedanken drehe ich mich dann doch noch einmal kurz um, und denke: ‚nur noch 5 Minuten, dann stehe ich auf.‘ Das Bett ist so schön kuschelig und warm und außerdem habe ich heute frei. Also 5 Minuten noch. Als ich mich ein zweites Mal umdrehe sagt mein Wecker 9:49 und ich denke, das ist doch nicht dein Ernst. Der Wecker ist bestimmt stehen geblieben. Ich weiß, dass kann nicht sein, aber wäre es nicht schön.
Also gut, ich bewege mich mit einem tiefen Seufzer aus dem Bett und gehe leicht schlecht gelaunt ins Bad. Bis ich wieder auf meinem Bett sitze für meine Meditation geht mir dieser eine Satz – ‚Was ich jetzt schon alles hätte machen können‘ – in verschiedenen Varianten durch den Kopf. Zu Beginn der Meditation erkunden ich diesmal meine Gefühle, meine Einstellungen heute und stelle fest, dass da eine kleine Enttäuschung in mir sitzt. Eine Enttäuschung über mich selbst. „Ich war um 8 Uhr wach, ich hätte bloß aufstehen müssen.“, sagt meine innere Stimme. Doch bevor ich weiter meinem inneren Kritiker Raum geben, atme ich einmal tief ein und aus und versuche im Hier und Jetzt zu sein, mich in meinen Körper und meine Atmung einfühlen, zur Ruhe zu kommen. An einer Stelle in der Meditation atme ich in liebevoller Güte ein und wieder aus und in meinen Kopf wiederhole ich die Worte: ‚… in liebevolle Güte…‘, und in dem Moment formt sich ein Gedanke in mir: ‚Ich nehmen mich in liebevoller Güte an, ich nehme die 9:49 Uhr auf dem Wecker heute Morgen in liebevoller Güte an und ich lasse meine Enttäuschung über mich Selbst in liebevoller Güte los und freue mich auf den Tag der vor mir liegt.‘ Dabei zeichnet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ab und spüre dieses wohlige Mitgefühl in mir und eine tiefe innere Gelassenheit. So kann ich an diesem Morgen aus meiner Meditation neue Kraft schöpfen und mit dieser belebenden Stärke in den Tag starten. Am Nachmittag sitze ich dann an meinem Schreibtisch und überlege, welches Thema ich heute für meinen Artikel wählen möchte. Der erste Gedanke dazu, der sich in meinem Kopf formt ist ‚Mit liebevoller Güte in den verspäteten Tag starten.‘ Und wieder zeichnet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ab und ich beginne zu schreiben. Ich hoffe ich konnte Dir damit vielleicht auch einen Moment der liebevollen Güte schenken und ein kleines Lächeln auf dein Gesicht zaubern. Wenn du jetzt auch gerne eine nachhaltige Meditations-Routine für mehr Ruhe und Geduld aufbauen möchtest, dann schreib mir gerne an D.Soti(at)gmx.de oder schaue dir meine verschiedenen Kurse mal an. Viel Spaß und liebe was du bist. Deine Diana Weiterlesen

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